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Der Wochenrückblick 7/09 (KW16)

Allgemeines, 19. April 2009 um 13:00 Uhr, Michael

Nachdem die letzten beiden Wochen ohne Wochenrückblick vergangen sind soll es nun in dieser Woche wieder los gehen mit dem Rückblick. 

Die Woche begann interessant als der Plan der US-Regierung bekannt wurden, nachdem General-Motors dazu aufgefordert wird, eine Insolvenz vorzubereiten. Danach soll das einstige größte Autobauunternehmen in einen guten profitablen und in einen schlechten unprofitablen Teil aufgeteilt werden. Bei Opel nahm man es gelassen und sah keine Gefahr für das Unternehmen. Man kümmert sich dort lieber weiter um die Abkoppelung von GM. Das Mutterunternehmen hat bei Opel noch 2,3 Milliarden Dollar Schulden, die Opel nun eintreiben will. In Gesprächen mit GM hat man sich dann darauf geeinigt, dass die an GM abgetretenen Patente zurück in den Besitz von Opel übergehen. Ob die Patente aber wirklich zu Opel übergehen hängt zur Zeit noch von der amerikanischen Regierung ab, die die Patente als Sicherheit von General-Motors bekommen hat. Zudem sollen einige Hundertmillionen an Kapital von General-Motors an Opel gezahlt werden. Es geht also aufwärts in Sachen Opel.

Überraschend gab es in dieser Woche auch drei positive Meldungen aus der Bankenbranche. Goldman Sachs, JPMorgan und die Citigroup haben ihre Quartalsergebnisse veröffentlicht und Gewinne eingefahren. Lediglich die Citigroup hat Verluste gemacht, die jedoch sehr viel geringer ausfielen als erwartet. Allerdings bekommen diese Nachrichten einen bitteren Beigeschmack, wenn man dem Telepolis-Artikel glauben darf und die Banken sich ihre Gewinne nur schön gerechnet haben. Die nächsten Monate werden da Klarheit bringen.

Ebenfalls düster sieht es momentan in der Wirtschaftskrise aus. Die Industrieumsätze sind dramatisch gesunken. Ebenso die privaten Investitionen. Die Bundesregierung plant deshalb einen Wirtschaftsgipfel um sich mit führenden Vertretern aus der Wirtschaft und dem Finanzsektor zu beraten. Trotz der schlechten Aussichten gibt sich jedoch Barack Obama optimistisch und sieht erste Anzeichen für eine Stabilisierung der Lage. Auch hier werden die nächsten Monate spannende werden und für Klarheit sorgen.

Weiteres großes Thema in dieser Woche war die Marine-Mission Atalanta. Nachdem die USA ein härteres Vorgehen gegen die Piraten angekündigt haben intensivieren die Piraten ihre Angriffe. Mit Hilfe von Mutterschiffen, umgebauten Fischtrawlern, erweitern die Piraten ihre Reichweite und greifen nun häufiger Schiffe weit auf dem Meer an. Um der Lage Herr zu werden fordern nun auch deutsche Politiker ein härteres Vorgehen gegen die Piraten. Viele vergessen dabei aber die Ursache des Konflikts. Ein Vorschlag lautet deshalb, den Piraten bei der Hilfe einer somalischen Küstenwache zu helfen. Damit sie selbst gegen die illegal fischenden Schiffe vorgehen können.

Das letzte große Thema in dieser Woche ist das Wahlkampfprogramm der SPD. Am Wochenende soll der Kanzlerkandidat Frank-(Walter)-Steinmeier das Programm vorstellen. Zentrale Themen werden der Mindestlohn, ein Bonus für den Verzicht auf die Abgabe der Steuererklärung sowie eine Modifikation des Steuersystems durch Reichensteuer und Absenkung des Eingangssteuersatzes. Ob das Programm wirklich große Stimmengewinne bringen kann wird sich erst noch zeigen müssen.

Links:

General-Motors muss Insolvenz vorbereiten:

Positive Entwicklungen im Finanzsektor:

Die Wirtschaftskrise wird intensiver:

Piraterie vor der Küste Somalias:

Der Wahlkampf der SPD beginnt:

Weitere Themen in dieser Woche:

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Kommentare zu Der Wochenrückblick 7/09 (KW16):

  • Ute meinte dazu:

    Da hat Opel wirklich einen ganz ungemütlichen und schweren Klotz am Bein, von dem es sich so schnell woe möglich zu lösen gilt. Eigentlich hält GM ja Opel in der Hand, doch mittlerweile kann man bei dem desolaten Zustand dieses Konzerns wohl auf solche Sachen ncihts mehr geben, da heißt es doch nur irgendwie zuzusehen, wenigstens die Chance auf eine Zukunft zu wahren und dass das nur noch ohne GM geht, ist glaube ich mittlerweile auch allen klar geworden.

    22. Mai 2009 um 13:43 Uhr

  • Peter meinte dazu:

    Letztendlich liegt die abschließende Entscheidung über Opel immer noch in der Hand von General Motors. Wenn diese sich also nicht auf eine vernünftige Lösung einlassen, dann wird sich das negativ auf Opel auswirken und ob Opel danach noch eine Zukunftschance hat, bleibt abzuwarten.

    26. Mai 2009 um 08:55 Uhr

  • Chiara meinte dazu:

    Ich kann einfach nicht verstehen, warum man unbedingt erst an einem Verkauf von Opel interessiert war und dann wirklich in letzter Minute, obwohl schon alles soweit unter Dach und Fach war, man sich dazu entschieden hat, Opel selbst zu sanieren. Da frage ich mich, wie ehrlich General Motors tatsächlich betreffend der Situation von Opel war.

    18. Dezember 2009 um 12:38 Uhr

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